Ein Restaurantbesuch nach der Messe ist ein geschäftliches oder gemeinsames Essen, das unmittelbar an einen Messetag anschließt. Die Teilnehmenden können Mitarbeitende, Kunden, Interessenten, Lieferanten oder internationale Geschäftspartner sein.
Der Abend kann unterschiedliche Ziele verfolgen:
- den Messetag im Team abschließen
- bestehende Geschäftsbeziehungen vertiefen
- neue Kontakte in ruhiger Atmosphäre kennenlernen
- Vertrags- oder Projektgespräche fortsetzen
- Kunden und Partner wertschätzen
- internationale Gäste mit der Region vertraut machen
- ein informelles Networking ermöglichen
Damit unterscheidet sich ein Messeabend von einem gewöhnlichen Restaurantbesuch. Die Gäste haben häufig bereits viele Stunden mit Gesprächen, Präsentationen und langen Wegen verbracht. Das Restaurant sollte deshalb gut erreichbar sein, einen verlässlichen Ablauf bieten und zur Energie der Gruppe passen.
Ein zu formelles Konzept kann nach einem intensiven Messetag anstrengend wirken. Eine sehr laute oder unstrukturierte Umgebung erschwert dagegen geschäftliche Gespräche. Entscheidend ist die Balance zwischen Professionalität, Kulinarik und einer Atmosphäre, in der sich Gäste tatsächlich austauschen können.
Welche Möglichkeiten gibt es für ein Essen nach der Messe?
Nicht jede Messegruppe benötigt ein mehrgängiges Menü oder einen exklusiven Veranstaltungsraum. Das passende Format hängt von Anlass, Teilnehmerzahl und Ziel des Abends ab.
Das gemeinsame Essen mit dem Messeteam
Nach mehreren Messetagen ist ein gemeinsames Teamessen eine Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und den Einsatz der Mitarbeitenden anzuerkennen.
Der Ablauf darf dabei unkompliziert bleiben. Häufig sind folgende Punkte wichtiger als ein umfangreiches Programm:
- schnelle Getränkeaufnahme
- verlässliche Küchenzeiten
- ausreichend große Tische
- gute Erreichbarkeit
- eine verständliche Speisekarte
- vegetarische und vegane Auswahl
- getrennte oder gemeinsame Rechnungsstellung
Das Essen sollte nicht als weitere Arbeitssitzung geplant werden. Ein kurzer Rückblick auf den Messetag kann sinnvoll sein, umfangreiche Auswertungen gehören jedoch meist in einen späteren Termin.
Das Business Dinner mit Kunden und Geschäftspartnern
Ein Business Dinner verfolgt einen stärker repräsentativen Zweck. Die Location, der Service und die Speisen beeinflussen den Eindruck, den ein Unternehmen bei seinen Gästen hinterlässt.
Geeignet ist ein Business Dinner unter anderem für:
- wichtige Bestandskunden
- internationale Geschäftspartner
- potenzielle Großkunden
- Lieferanten und Kooperationspartner
- Führungskräfte
- Delegationen
- Gespräche mit längerer Entscheidungsphase
Für solche Termine empfiehlt sich eine Reservierung mit klarer Personenanzahl und festgelegter Ankunftszeit. Ein gesetztes Menü kann den Abend strukturieren und verhindert lange individuelle Bestellprozesse. Gleichzeitig sollte vorab geprüft werden, ob Allergien, religiöse Vorgaben und unterschiedliche Ernährungsformen berücksichtigt werden können.
Der lockere Networking-Abend
Bei einem Networking-Abend sollen sich Gäste frei bewegen und mit verschiedenen Personen ins Gespräch kommen. Eine starre Tischordnung kann dabei hinderlich sein.
Besser geeignet sind:
- Flying Dinner
- Food-Stationen
- kleine servierte Gerichte
- Stehtische und unterschiedliche Sitzbereiche
- ein Empfang mit Getränken
- Live Cooking
- offene Raumkonzepte
Das Essen begleitet in diesem Fall die Gespräche, statt den Ablauf vollständig zu bestimmen. Speisen sollten sich möglichst unkompliziert essen lassen. Sehr kleinteilige Gerichte, instabile Teller oder Speisen, für die zwingend Messer und Gabel benötigt werden, können bei einem stehenden Format unpraktisch sein.
Das Gruppenessen mit festem Menü
Für größere Gruppen ist ein vorab vereinbartes Menü häufig effizienter als die Bestellung von der regulären Karte.
Ein Gruppenmenü bietet mehrere Vorteile:
- bessere Kalkulierbarkeit
- gleichmäßiger Ablauf
- kürzere Wartezeiten
- abgestimmte Speisenfolge
- planbarer Abschluss
- einfachere Berücksichtigung von Sonderwünschen
Die Auswahl sollte dennoch nicht zu eng sein. Mindestens eine gleichwertige vegetarische Alternative ist bei gemischten Gruppen sinnvoll. Bei internationalen Gästen kann außerdem eine englische Menübeschreibung hilfreich sein.
Das exklusive After-Messe-Event
Soll der Abend über ein Restaurantessen hinausgehen, kann eine exklusive Eventlocation die bessere Wahl sein. Das gilt vor allem, wenn Musik, Präsentationen, Markeninszenierung oder ein größerer Gästekreis vorgesehen sind.
Ein solches Format eignet sich etwa für:
- Kundenveranstaltungen
- Produktvorstellungen
- Messepartys
- Händlerabende
- Presseveranstaltungen
- Vertriebsmeetings
- Firmenjubiläen während einer Messe
In diesem Fall sollten Gastronomie, Technik, Gästeempfang und Ablauf gemeinsam geplant werden.






